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Schulden auf der Prepaidkarte und Handyrechnung: Wann haften die Eltern für ihre Kinder?

Zemanta Related Posts ThumbnailIn den USA hat Apple im Streit mit der Handelskommission FTC eingelenkt und wird im Rahmen einer Einigung etwa 32,5 Millionen Dollar an Kunden zurückzahlen. Dieses Geld war beim Kauf mobiler Apps durch minderjährige Nutzer geflossen. Die Summe macht klar, in welchem Umfang Kinder und Jugendliche bereits Geld für Handys- und Smartphones ausgeben. Dabei geht es nicht nur um die Kosten für Hardware sondern auch die Tarife und Käufe von Apps und von virtuellen Waren in Apps sorgen für hohe Umsätze.

In Deutschland gibt es diese Problematik auch, denn die amerikanischen Shops und Stores können auch von deutschen Kunden genutzt werden. Die rechtliche Lage ist dabei eher unübersichtlich. Wer selbst mit dem Smartphone einkaufen geht haftet natürlich für die entstandenen Kosten. Was aber, wenn es die Kinder mit ihren Handys waren, die hohe Kosten verursacht haben.

Die Verbraucherzentralen halten sich da eher bedeckt. Die rechtliche Situation ist leider wenig konkret. Prinzipiell gibt es durchaus eine Haftung der Eltern, diese ist aber nur bei groben Verstößen wirklich gegeben. Wer seinem Kind den Umgang mit dem Handy erklärt und darauf hinweist, dass App Käufe verboten sind, hat meistens schon die elterlichen Pflichten erfüllt. Sicher ist man damit aber nicht, daher ist es sinnvoll auf Prepaidkarten und Prepaidtarife zu setzen, denn mit diesen kann nur das ausgegeben werden, was vorher aufgeladen wurde. Ist die Karte leer sind keine weiteren Käufe und Kosten mehr möglich. Mehr über Anbieter und Modelle dazu haben wir hier zusammengestellt: Prepaid- und Handytarife für Kinder und Jugendliche

Auch die Anbieter haben Verantwortung

Prinzipiell sehen Gerichte aber auch immer häufiger die Anbieter in der Pflicht. In den App Stores gibt es nur selten Kindersicherungen und oft stellen sich vermeintlich kostenfreie Apps nachher als gar nicht so kostenfrei heraus, wenn im Spiel ständig nachgekauft werden muss um alle Features nutzen zu können. Viele Betreiber würden die Haftung dafür gerne auf die Eltern schieben, die ja kontrollieren müssten, was ihr Kinder mit dem Handy machen. Das sehen aber viele Gerichte anders. Eltern können ihre Kinder nicht 24 Stunden überwachen und ein gewisser Freiraum gehört zum Erwachsen-Werden dazu. Daher sind hier auch die Anbieter gefragt, Sicherungssystem einzubauen, die Verkäufe an Minderjährige erschweren oder ganz unmöglich machen.

Trotzdem bleibt es natürlich bei den Eltern, ihre Kinder auf die bunte Welt der Online-Einkäufe vorzubereiten. Es sieht so aus als würden zukünftig immer mehr Transaktionen über Online-Shopsysteme abgewickelt werden. Es ist also durchaus sinnvoll, Kindern bei zu bringen, dass auch virtuelle Waren Geld kosten und nicht nur dann Kosten entstehen, wenn man die Brieftasche öffnet. Es reicht in vielen Fällen bereits ein Klick und man ist mitten drin im Kaufprozess …

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Ein Kommentar

  1. Nutze auf Reisen anonyme Prepaidkarten wie diese:

    LINK entfernt // Redaktion

    Es können so keine weiteren kosten auf Sie und Ihre Kinder zukommen.

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