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Neue AGB bei Simyo und Blau.de: nur 3 Monate bis zur Kündigung

Bei den Prepaid-Angeboten im Netz von Eplus wurden über den Jahreswechsel die Leistungsbeschreibungen und AGB geändert und die Fristen für die Nutzung der Karten deutlich zu Lasten der Kunden verkürzt. So muss man jetzt als Kunde von Simyo und Blau.de mindestens einmal alle drei Monate eine Aktivität auf der Prepaid Karte vorweisen können, ansonsten sind die Anbieter berechtigt, die Karte mit einer Frist von 3 Monaten zu kündigen.

Die neuen Regelungen zur Kündigung bei inaktiven Karten lesen sich bei Simyo so:

4 Kündigung bei vollständiger Inaktivität
simyo kann den Prepaid-Mobilfunkvertrag mit einer Frist von einem Monat kündigen, wenn der Kunde in
einem Zeitraum von mindestens 3 aufeinanderfolgenden Monaten vollständig inaktiv ist. Vollständige Inaktivität
liegt vor, wenn der Kunde über die simyo Prepaid-Card nicht mindestens einmal anruft oder angerufen
wird oder SMS versendet oder empfängt oder Daten überträgt oder empfängt. Eine Kontaktaufnahme
seitens simyo per Anruf oder SMS führt nicht zu einer Aktivität und beseitigt nicht eine etwaig bestehende
Inaktivität.

Blau. de hat einen ähnlichen Passus für die Blau.de Prepaid Karte in die AGB aufgenommen. Gleich lautende Texte findet man auch bei den Discountern Norma Mobil, NettoKOM und NettoKOM sowie Blauworld (soweit die Tarife von Blau.de kommen).

Es ist keine Seltenheit im Prepaid-Bereich, das Anbieter inaktive Karte kündigen. Eine Aktivitätsspanne von 3 Monaten ist aber auch für eine Prepaidkarte sehr kurz. Selbst die Netzbetreiber Vodafone und die Telekom gehen in ihren AGB in der Regel von 12 bis 13 Monaten Inaktivität aus, bevor eine Karte gekündigt werden darf. Blau.de und Simyo setzen mit der extrem kurzen Frist daher neu Maßstäbe. Kundenfreundlich ist das leider nicht. Begründet werden die Kündigungen in der Regel damit, dass auch inaktive Karten kosten verursachen die von den anderen Kunden mit getragen werden müssten.

Allerdings haben Kunden auch bei gekündigten Prepaidkarten nach wie vor Rechte:

  • Guthaben muss ausgezahlt werden und es darf dafür keine Gebühr verlangt werden. Allerdings betrifft dies meistens nur aufgeladenes Guthaben. Boni und Startguthaben wird nicht ausgezahlt
  • Die Rufnummer kann durch die Kunden zu einem neuen Anbieter mitgenommen werden. Der Anbieter darf dies nicht verweigern, es ist aber erlaubt dafür eine Gebühr zu verlangen. Diese liegt je nach Anbieter bei 25 bis knapp über 30 Euro.

Sehr schade, dass Simyo und Blau.de ihre Prepaidkarten in diese Richtung weiter entwickeln. Eventuell ist der Kostendruck mittlerweile wirklich so hoch, dass man auch in diesem Bereich zu solchen Schritten gezwungen wird. Andererseits gibt es auch deutlich billigerer Discounter, die weniger kurze Fristen haben.

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Unter dem Redaktions-Account schreibt in erster Linie Bastian Ebert. Die Beiträge anderer Autoren erfolgen in der Regel unter deren Namen oder Pseudonym, falls nicht sind der Autor bzw. die Autoren unter den jeweiligen Artikeln genannt.

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4 Kommentare

  1. Portierung bei Simyo kann lustig werden, wenn man im SIM-Team ist. Durch eine „Inhaberwechsel“-Gebühr pro SIM-Karte im SIM-Team kann die Portierung einer SIM-Chef-Nummer schon mal locker dreistellig kosten.

    • Das stimmt natürlich, wer durch die Team Option viele Karte hat müßte die Gebühr auch mehrfach bezahlen. Da hilft dann wohl nur einen Anbieter zu finden, der bei Portierung viel Guthaben erstattet, wobei man dann aber auch nur Guthaben bekommt und keine Auszahlung :/

  2. von beiden Providern kann man sowieso nur abraten

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