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Prepaid-Karten und Tarife für Solar- und Photovoltaik (PV) Anlagen

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H.D.Volz / pixelio.de

Prepaid-Karten und Tarife für Solar- und Photovoltaik (PV) Anlagen – Die meisten modernen Solaranlagen erlauben es per Fernsteuerung Leistungsdaten auszulesen oder auch Zugriff auf die Steuerung zu nehmen. Die entsprechenden Systeme (SolarEdge oder Solar-Log usw.) sind mittlerweile auch für private Anwender ein Muss. Es gibt mittlerweile sogar Apps, mit denen man sich die aktuellen Daten der Solaranlage auf das iPhone bzw. Smartphone übertragen lassen kann. Das ist bequem und auch sehr praktisch, hat aber den Nachteil, dass man die Anlage per Simkarte mit dem Handynetz verbinden muss um die Daten übertragen zu können.

Dabei kommt es weniger auf gute Tarife für Gespräche und SMS an, denn die Daten werden über das Internet versendet. Entsprechend wird eine gute Internet Flatrate benötigt. Prinzipiell gibt es folgende Anforderungen für eine gute Simkarte für Solar- und Photovoltaik Anlagen:

  • günstiger Datentarif, denn die Leistungsdaten werden in der Regel per UMTS Netz verschickt
  • guter Empfang (wichtig vor allem bei Anlagen die außerhalb von Ortschaften stehen)
  • Nutzung in einem UMTS-Stick erlaubt
  • gute SMS Kosten (falls Fehlermeldungen per SMS versendet werden)

Aufgrund der eher geringen monatlichen Kosten sind Handy-Verträge und Flatrates in der Regel zu teuer. Dort bezahlt man nur, was monatlich anfällt, bzw. was an Datenvolumen verbraucht wird.   Das benötigte Datenvolumen hängt dabei von Intervall der Übertragungen ab. Das Volumen liegt dabei bei etwa 10 bis 200MB. Je öfter die Daten übertragen werden, desto mehr Volumen benötigt man. LTE ist im Übriegn nicht zwingend notwendig. Die übertragenen Daten sind meistens ohnehin zu gering (auch bei größeren Anlagen), um einen Unterschied zwischen LTE oder HSDPA Geschwindigkeit zu merken. Wenn die Prepaidkarte LTE bietet – um so besser, wenn nicht, ist es auch kein wirkliches Problem.

Die günstigsten Varianten: Congstar und Klarmobil mit 100MB Volumen

Wer dauerhaft darauf angewiesen ist, die Daten der PV Anlage zugeschickt zu bekommen, sollte zu einer regulären Internet Flat samt Prepaid Karte greifen. Die Preise dafür sind erfreulicherweise in den letzten Jahren deutlich gesunken, so dass man sehr einfach und preiswert so eine Prepaid Flat für die Solaranlage realisieren kann. Die günstigsten Tarife im Prepaid Bereich liegen dabei bei 2 Euro im Monat für die Datenflat mit 100MB. Solche Angebote gibt es beispielsweise bei Congstar und auch bei Klarmobil (wobei Klarmobil den Tarif auf Rechnung und nicht als Prepaid anbietet):

Bei beiden Anbietern hat man dazu D-Netz Abdeckung. Damit hat man auch bei abgelegenen Anlagen durchaus gute Verbindungen und muss nicht darauf hoffen, das es mal Empfang gibt.

Was ist mit Netzclub und Simyo?

Früher wurden in Verbindung mit Solaranlagen die Freikarten von Netzclub (O2) und Simyo (Eplus). Dort bekommt man monatlich ein kostenfreies Volumen von 100MB Datenübertragung mit dazu. Dies funktioniert werbefinanziert wobei man bei Simyo im Online Bereich die Werbung abrufen muss, bei Netzclub wird Werbung per SMS oder Mail verschickt. Wem 100MB ausreichen kann auf diese Weise ohne monatliche Kosten die Solaranlage ins Netz bringen.

Bei Netzclub sind allerdings nur Handys in Verbindung mit der Simkarte erlaubt. Das kann zu Problemen führen. Dazu kommt, das gerade der Netzausbau bei Eplus und O2 in abgelegeneren Regionen nicht immer optimal ist. Es kann also durchaus passieren, das kein Empfang vorhanden ist. In solchen Fällen sollte man zu Simkarten von Anbietern in den D-Netzen der Telekom und von Vodafone greifen. Hier ist der Netzausbau auch außerhalb der Ballungsgebiete meistens besser.

Das Problem: Simyo wurde mittlerweile eingestellt und die Kunden zu Blau übernommen. Dort bietet man aber die Freikarte samt 100MB Datenvolumen leider nicht mehr für Neukunden an. Bei Netzclub gibt es das Angebot zwar noch, dort ist aber unklar, wie genau es mit der Marke weiter geht. Daher ist es für die dauerhafte Nutzung eher ein riskantes Spiel auf Netzclub zu setzen.

Telekom-Netz Angebot – gute Netzabdeckung, höherer Preis

Im D1-Netz (und auch bei Vodafone) gibt es leider keine Karten mit werbefinanziertem Datenvolumen. Das bedeutet, dass man hier auf jeden Fall eine monatliche Gebühr bezahlt. Die Preise liegen hier (je nach Volumen) bei 2 bis 10 Euro. So gibt es (wie oben bereits geschrieben) die Klarmobil Flat 100 bereits ab 2 Euro monatlich in Verbindung mit 100MB Volumen. Bei Congstar gibt es 200MB für ebenfalls 2 Euro monatlich. Einen entsprechenden Überblick über Prepaid Simkarten Anbieter im Netz der Telekom gibt es hier.

Prinzipiell sollte man aber erst die kostenfreien Varianten im Netz von O2 und Eplus prüfen. Nur wenn der Empfang wirklich nicht machbar ist oder man mehr als die angebotenen 100MB Volumen braucht, ist ein Griff zu einer D-Netz Variante zu empfehlen.

Kündigung bei Inaktivität

Prepaid Karten, die längere Zeit nicht genutzt wurden, werden in der Regel durch die Anbieter gekündigt. Die Fristen liegen hier bei 3 bis 12 Monaten (je nach Anbieter). Besonders restriktiv sind die Eplus-Discounter Simyo und Blau.de. Inaktivität liegt aber nur vor, wenn keine Verbindungen vorgenommen werden. Das regelmäßige Senden von Daten zählt als Verbindung und würde daher die Karte aktiv halten. Probleme kann es aber geben, wenn längere Zeit keine Daten abgerufen/gesendet werden.

Solarlog in der Praxis:

Wie es zukünftig in diesem Bereich weiter geht, lässt sich leider noch nicht genau abschätzen. Die neuen Entwicklungen sehen auf jeden Fall interessant aus – auch wenn das nicht immer ohne Kritik gesehen wird.

Über Redaktion

Unter dem Redaktions-Account schreibt in erster Linie Bastian Ebert. Die Beiträge anderer Autoren erfolgen in der Regel unter deren Namen oder Pseudonym, falls nicht sind der Autor bzw. die Autoren unter den jeweiligen Artikeln genannt.

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