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Prepaid Karte Vergleich – die Tarife und was man beachten sollte

Prepaid karte im Vergleich Tony Hegewald / pixelio.de
Prepaid Karte im Vergleich – Tony Hegewald / pixelio.de

Prepaidkarten sind auf dem deutschen Markt mittlerweile zu einem wichtigen Segment geworden. Immerhin mehr als 30 Prozent der befragten Nutzer gaben in einer Studie des Ifak Institutes an, eine Prepaidkarte als meistgenutzte Mobilfunk-Handykarte zu nutzen. Die Auswahl der richtigen Prepaidkarte ist dabei durchaus wichtig um Geld zu sparen und die Vorteil von Prepaid auch wirklich ausspielen zu können. Denn Prepaid ist nicht gleich Prepaid – es gibt auch in diesem Bereich große Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern und Angeboten.

Prepaid, Postpaid, Discount- und Laufzeit-Tarife

Die Vorteile einer Prepaidkarte sind dabei klar: man kann nur das Vertelefonieren, was auf die Karte geladen wurde. Ist kein Guthaben mehr vorhanden, kann auch nichts mehr ausgegeben werden. Die Kostenkontrolle ist damit im Prepaid Bereich deutlich besser ausgeprägt als bei einem herkömmmlichen Handyvertrag.

Mittlerweile hat sich aber auch gezeigt, dass man per Prepaid sehr günstige Tarife anbieten kann, da der Rechnungs-Support entfällt. Aus diesem Grund finden sich aktuell bei den Prepaid-Karten mit die besten Handytarife auf dem deutschen Markt und die meisten Discounter haben auch eine solche Karte mit im Angebot. Darüber hinaus sind Prepaidkarte oft mit nur geringen oder gar keinen Vertragslaufzeiten ausgestattet. Man kann also auch jederzeit wieder wechseln, wenn die Karten nicht mehr gebraucht wird oder es bessere Angebote auf dem Markt gibt.

Die Prepaid-Karte kaufen

Während man die normalen Handytarife in der Regel in den Filialen der entsprechenden Anbieter bekommt, gibt es Prepaidkarten in vielen verschiedenen Geschäften zu kaufen. Die Lebensmitteldiscounter wie ALDI, LIDL oder Penny haben entsprechenden Karten im Angebot und auch die Fernsehsender bieten eigenen Prepaid Angebote an.

Am einfachsten ist die Bestellung aber nach wie vor über das Internet. Die meisten Anbieter haben eigene Shops im Netz, über die sich die Prepaidkarte relativ einfach bestellen lässt. Im Vergleich zum Kauf im Geschäft hat man in diesem Fall noch den Vorteil ein Widerrufsrecht zu bekommen, das es nur bei Online Bestellungen gibt. Für den Kauf einer Prepaidkarte ist das Internet also in der Regel die beste Wahl.

Die Prepaid-Karte aktivieren bzw. registrieren

In Deutschland darf es keine anonymen Prepaidkarten oder Handytarife geben. Jede Simkarte muss eindeutig einem Besitzer zugeordnet werden und daher sind die Handykarten bei Kauf in der Regel noch inaktiv und müssen, bevor man sie nutzen kann, noch freischaltet bzw. aktiviert werden.

Die meisten Prepaid Anbieter habe zu diesem Zweck eigene Freischalt-Seiten. Dort gibt man die Nummer und den Freischaltcode ein und die Karte wird aktiviert. Der Code wird dabei an die angegeben Adresse verschickt um sicher zu stellen, dass die Adresse auch funktioniert und genutzt wird. Die Aktivierung der Handykarte dauert je nach Anbieter 2zwei bis vier Stunden, einige Kunden haben auch schon von bis zu 12 Stunden Aktivierungszeit berichtet. Es hilft auf jeden Fall das Handy mit der Karte abzuschalten und neu zu starten, danach bucht sich die Prepaid Karte dann in der Regel sofort in das betreffende Mobilfunk-Netz ein.

Es hilft an dieser Stelle im Übrigen nicht, zu Karten von ALDI oder LIDL zu greifen. Die entsprechenden Simkarten kann man zwar ohne Ausweis oder Registrierung im laden kaufen, damit man sie nutzen kann müssen auch diese Simkarte per Internet freigeschaltet werden. Viele Kunden berichten aber davon, das bei der Aktivierung die Daten kaum geprüft werden. Es scheint also möglich zu sein eine Simkarte auch auf den Hund, den Nachbarn oder die Bundeskanzlerin zu registrieren.

Mikro- und Nano-Prepaidkarten

Bei vielen neueren Handymodellen benötigt man nicht mehr die normale Simkarte sondern ein kleineres Format: entweder eine Mikro-Simkarte oder einen Nano-Simkarte.

Die meisten Prepaid Discounter haben mittlerweile solche Formate im Angebot. Teilweise werden auch Adapterlösungen ausgeliefert, bei der man alle Größen in einer Karte hat und sich die richtige Größe aussuchen kann. Es existieren aber auch Discounter (wie beispielsweise Callmobile) bei denen gibt es derzeit nur die normalen Simkarten. Wer mit einem iPhone zu diesem Discounter wechseln möchte, muss sich die Simkarte selbst auf das richtige Format zurecht schneiden.

Erfreulicherweise ist das aber eher die Ausnahmen. Bei den meisten Anbietern im Prepaid-Vergleich sind Mikro- und Nano-Simkarten mittlerweile die Regel.

Netzverfügbarkeit bei Prepaid

Die Prepaid Anbieter betreiben kein eigenes Mobilfunk-Netz sondern nutzen das Netz eines der großen Netzbetreiber. Derzeit gibt es sowohl bei der Telekom (D1), Vodafone, Eplus (BASE) und O2 eigene Discounter, die nur dieses eine Netz nutzen. Daneben haben viele Anbieter Tarife in verschiedenen Netzen. Maxxim, Simply oder auch Klarmobil bieten Tarife sowohl bei O2 als auch Vodafone an und je nachdem, welchen Tarif man wählt, telefoniert man dann auch in einem anderen Netz.

Rein technisch gibt es dabei keine Unterschiede zwischen einer Prepaid-Karte und normalen Handykarten in diesem Netz. Sowohl bei der Verfügbarkeit als auch bei der Sprachqualität müssen Prepaidkunden keine Abstriche machen. Allerdings gibt es im Bereich der Datenverbindungen Unterschiede. Die Prepaidkarten können sich derzeit noch nicht ins LTE Netz einbuchen. Die neuen schnellen Datenverbindungen sind damit für  Prepaidkunden bisher nicht verfügbar. Es dürfte allerdings nur noch eine Frage der Zeit sein, bis es auch bei Prepaid diesen Standard zu buchen gibt.

Der Prepaid-Vertrag

Prepaid und Vertrag scheint sich auszuschließen. Viele Kunden denken, dass Prepaidkarten tatsächlich keinen Vertrag darstellen, aber natürlich ist auch ein Prepaidvertrag ein Vertragsverhältnis aus dem sich Recht und Pflichten ergeben. Im Prepaid Bereich ist es nur in der Regel so, dass es keine längerfristige Vertragsbindung gibt. Man kann also jederzeit die Karte wieder kündigen und hat damit keine Verpflichtungen mehr.

Trotzdem gibt es auch einige Pflichten, die ein Kunde beachten sollte. Beispielsweise haben sich viele Anbieter vorbehalten, das auch negatives Guthaben ausgeglichen werden muss. Bei einigen Anbieter gibt es auch eine Art Administrationsgebühr, die dann anfällt, wenn die Karte lange nicht mehr genutzt wird.

Guthaben Konto und Einzelverbindungsnachweis

Das Prepaid-Guthaben auf einer Karte und die anfallenden Kosten werden über ein Guthaben Konto abgerechnet, dass beim Anbieter geführt wird. Kunden können darauf in der Regel über einen Online-Bereich zugreifen. Die Zugangsdaten verschickt der Anbieter meistens direkt mit der Prepaidkarte. Im Online Bereich findet man den aktuellen Kontostand und eventuell auch den Einzelverbindungsnachweis.

Der Stand des Prepaid Guthabens kann in der Regel auch außerhalb des Online-Portals abgerufen werden. Die Anbieter haben dazu bestimmte Tastenkombinationen. Mit der Kombination #100* kann in den Netze der Telekom, Vodafone und Eplus der richtige Kontostand angefordert werden. Im Netz von Eplus gibt es dazu die Tasten-Kombination #100*

Einzelverbindungsnachweise (also Auflistungen aller Gespräche, SMS und Datenverbindungen) sind bei Prepaid Discountern leider nicht die Regel. Wer so einen Nachweis benötigt sollte sich vorher informieren, ob der entsprechenden Anbieter auch diesen Service bietet.

Prepaid-Karte aufladen

Die Funktion, neues Guthaben auf eine Karte zu laden ist für Prepaidkunden immens wichtig, denn nur mit Guthaben lässt sich eine Prepaidkarte nutzen. Die Möglichkeiten zur Aufladung sind dabei von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

Aufladung per Guthaben-Karte bzw. Cash-Code

In allen Netzen gibt es sogenannte Guthabenkarten, die man in verschiedenen Größen (10, 15, 20, 25 oder 50 Euro) kaufen kann. Die Karte enthält dabei einen Code, der frei gerubbelt werden muss. Danach kann der Code über eine Tastenkombination (unterschiedlich je nach Netz) ins Handy eingegeben werden. Das Guthaben steht danach sofort zur Verfügung.

An Tankstellen und in Supermärkten erhält man statt einer Rubbelkarte auch oft den Code direkt auf einen speziellen Aufladebon.

Aufladen per Bankautomat

Die Banken bieten am Bankautomaten oft auch die Möglichkeit, direkt das Handy nachzuladen. Das Guthaben wird dann direkt vom Konto abgebucht und auf das Handy geladen. Dieses Verfahren unterstützen allerdings nicht alle Anbieter. Falls die eigene Prepaidkarte am Automaten nicht mit zur Auswahl steht, sollte man vorsichtshalber vorher prüfen, ob der eigene Anbieter diese Funktion auch akzeptiert.

Aufladen per SMS

Bei dieser Varianten der Guthaben-Aufladung schickt man eine SMS mit einem speziellen Text an eine Kurzwahl und aktiviert damit eine Aufladung. Die Aufladebeträge sind dabei meistens fest vorgegeben (15 oder 30 Euro). Die Bezahlung der Aufladung erfolgt per Lastschrift, das Geld wird also erst vom Konto abgebucht und dann auf das Handy geladen. Damit dies funktioniert muss die eigenen Bankverbindung beim Anbieter hinterlegt sein und man muss das Lastschriftverfahren akzeptiert haben.

Aufladen per Telefon

Die Aufladung per Telefon erfolgt meist über den Kontoserver des Anbieters und entspricht der Aufladung per SMS nur dass man die Aufladung nicht per Kurzmitteilung sondern über das Sprachmenü des Kontoservers aktiviert.

Automatische Aufladung

Neben den Aufladungen die per Hand vom Kunden vorgenommen werden müssen, bieten viele Prepaid Discounter auch die Möglichkeit, automatisch Guthaben nachzuladen. Dies kann entweder in regelmäßigen Abständen (einmal pro Monat) erfolgen oder immer dann, wenn ein bestimmter Kontostand unterschritten wird. Die Abbuchung erfolgt dabei jeweils auch über das Bankkonto und daher stehen diese Möglichkeiten nur zur Verfügung, wenn man die eigene Bankverbindung beim Anbieter hinterlegt hat.

Durch automatische Aufladung entfällt der lästige Nachladezwang, es geht damit aber auch ein Teil der Kostenkontrolle verloren, weil immer wieder nachgeladen wird, wenn bestimmte Summen verbraucht wurden.

Taktung

Die Taktung bezeichnet das Abrechnungsintervall, in dem die Prepaid Nutzung abgerechnet wird. Bei Gesprächen rechnen fast alle Anbieter im Minutenintervall ab. Auch wenn man beispielsweise nur 1 Sekunden telefoniert, werden trotzdem immer die vollen Kosten für eine Minute abgerechnet. Das ist nicht sehr kundenfreundlich, hat sich aber mittlerweile als Standard durchgesetzt

Im Datenbereich gibt es je nach Anbieter unterschiedliche Abrechnungsintervalle. Diese beginnen bei 10 kiloByte und gehen über 100kB. Teilweise werden hier auch Zeiteinheiten abgerechnet.

Prepaid Flatrates und Tarifoptionen

Die normalen Prepaid Tarife sind schon recht günstig, es gibt es aber fast allen Anbietern noch die Möglichkeit, zusätzliche Optionen oder Flatrates zu buchen, mit denen der Tarif aufgerüstet werden kann. Sehr beliebt sind dabei Internet-Flatrates für den mobilen Datenzugang oder SMS-Flatrates für kostenlose SMS in alle deutschen Netze. Die Abrechnung erfolgt dabei ebenfalls auf Prepaid Basis. Die Flatrates und Optionen können nur gebucht werden, wenn genug Guthaben auf der Karte ist. Steht nicht mehr genug Guthaben zur Verfügung, wir die Option auch nicht mehr weiter verlängert.

In der Regel laufen diese Flatrates dabei 30 Tage und verlängern sich dann um weitere 30 Tage, wenn sie nicht gekündigt werden. Die Kündigung ist jederzeit zum Ende der Laufzeit möglich.

Folgende Flatrates und Optionen können dabei zur Auswahl stehen:

  • Internet Flatrates (mit Volumen von 100MB bis etwa 5GB, die Geschwindigkeit beträgt meistens maximal HSDPA Speed)
  • SMS Flatrate für kostenfreie SMS in alle deutschen Netze
  • Festnetz Flat für kostenlose Gespräche ins gesamte deutschen Festnetz
  • Community Flatrate für kostenfreie Gespräche (und teilweise auch SMS) zu anderen Kunden des gleichen Anbieters
  • Minutenpakete
  • SMS Pakete

Negatives Guthaben – wer muss bezahlen?

Im Prinzip sollte bei einer Prepaid Karte kein Minus möglich sein, da man nur das verbrauchen kann, was vorher auch auf die Karte geladen wurde.

In der Praxis funktioniert diese Abrechnung aber nicht immer auf die Sekunden genau. Bei Sonderrufnummern, Gesprächen im oder ins Ausland sowie Mehrwertdiensten erfolgt die Abrechnung manchmal bis zu 24 Stunden zeitverzögert. Dazu kommt, dass es auch sogenannte „unechte“ Prepaidkarten gibt. Die Abrechnung gegenüber dem Kunden erfolgt zwar auf Prepaidbasis, der Anbieter selbst rechnet gegenüber dem Netzbetreiber aber auf Rechnung ab.  Dadurch kann es zur Verzögerungen kommen, die ebenfalls zu negativen Kontoständen führen können.

Die meisten Prepaid Anbieter haben aus diesem Grund Klauseln in den AGB, das auch negative Guthabenstände auf dem Konto auszugleichen sind. Das heißt im Klartext, es besteht für den Kunden die Pflicht, diese Beträge zu zahlen. Die Kostentransparenz und die Kontrolle der Kosten ist damit teilweise aufgehoben auch wenn es sich oft nur um kleine Summen handelt.

Allerdings gibt es mittlerweile auch Urteile, die derartige Klauseln als unwirksam betrachten. Die Gerichte argumentieren, dass Kunden von Prepaid Anbietern gerade deswegen ein Prepaidangebot genutzt hätten, weil sie eben nur das bezahlen wollten, was vorher aufgeladen wurde. Die Nachschusspflicht in den AGB würde damit kollidieren. Allgemein gehen Kunden davon aus, nicht ins Minus rutschen zu können, wenn sie Prepaidkarten nutzen. So wurde der Discounter Simply verurteilt, einem Kunden eine hohe Rechnung für Datenverbrauch zu ersetzen (Az. 38 O 350/10). Der Kunde hatte zwar automatische Aufladung eingestellt, damit das vierstellige Beiträge abgerechnet würden, musste er aber nicht rechnen, so das Gericht.

Das muss aber nicht jedes Gericht so kulant sehen. Aus diesem Grund ist es besser auch bei Prepaidkarten den Guthabenstand und den Verbrauch im Auge zu behalten um gar nicht erst in die Verlegenheit zu kommen, dies per Gericht klären zu müssen.

Prepaid Karten für Kinder und Jugendliche

Aufgrund der Kostenkontrolle sind Prepaidkarten eine gute Alternative für Kinden und Jugendliche. Dazu bieten die monatlichen Auflademöglichkeiten die Chance, regelmäßig einen festen Betrag aufzuladen, der dann genutzt werden kann.

Allerdings sind auch Prepaidkarten Verträge die einer Einwilligung durch das Unternehmen und den Kunden bedürfen und das ist bei Jugendlichen in der Regel nicht möglich ohne das die Eltern dies bestätigen. Viele Prepaid Discounter bieten zwar Karten ab 16 Jahren an, darunter ist es aber kaum möglich, eine Karte direkt auf das Kind laufen zu lassen.

Daher werden die Karten in den meisten Fällen direkt von den Eltern eworben und von den Kindern genutzt. Wenn das Kind alt genug ist kann man die Karte dann auf das Kind umschreiben lassen.

Praktisch für Kinder und Familien allgemein sind Prepaidkarten, die untereinander kostenlos oder für wenig Geld telefonieren können. Familienmitglieder können damit sehr preiswert miteinander telefonieren und Gespräche sind in Notfällen auch dann möglich, wenn kein Geld mehr auf der Karte ist. Solche Tarife bieten beispielweise Callmobile, Klarmobil sowie die Friends4free Tarife von MaXXim, Simply und Hellomobil.

Allerdings sollte man trotz Prepaidkarte und Prepaid-Abrechnung den Kindern und Jugendlichen erklären, wie man mit einem Handy bzw. Smartphone umgeht und auch, dass es Geld kostet online zu sein und SMS zu verschicken. Diese Aufgabe bleibt trotz aller Tarife bei den Eltern.

Rufnummern-Mitnahme bei Prepaid Karten

Der Gesetzgeber hat die Mitnahme der alten Rufnummer mittlerweile sehr kundenfreundlich geregelt. Nutzer haben ein Recht auf ihre alte Rufnummer und die Mitnahme muss auch während der Vertragslaufzeit möglich sein. Die Unternehmen dürfen für die Übertragung aber eine Gebühr berechnen. Dazu ist im § 46 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) festgehalten, dass die Unterbrechnung der Erreichbarkeit durch die Übertragung der Rufnummer nicht lange dauern darf. Im Gesetz ist von maximal 24 Stunden die Rede.

Im Prepaid Bereich funktioniert die Portierung der alten Rufnummer dabei genau so wie bei einem normalen Handyvertrag. Lediglich die Kündigung ist etwas anders, da viele Unternehmen einen Verzichtserklärung benötigen. Mit dieser Erklärung verzichtet der Kunde auf weiter Ansprüche aus dem Prepaid-Verhältnis und kündigt gleichzeitig die bestehende Prepaid Karte. Die Formulare für eine Verzichtserklärung gibt es beim jeweiligen Anbieter, man findet im Internet aber auch oft standardisierte Erklärungen, die für jeden Anbieter gelten.

Die Gebühr für die Mitnahme der alten Rufnummer beträgt je nach Anbieter 25 bis 30 Euro. Teilweise werden diese Gebühren beim neuen Anbieter erstattet wenn man die alte Rufnummer mitbringt. Damit die Portierung funktioniert, muss bei den meisten Prepaidkarten diese Gebühr vor dem Wechsel als Guthaben auf der Karte vorhanden sein und wird dann direkt von dort abgezogen.

Bei der Portierung der Rufnummer ist es wichtig daruaf zu achten, dass die Kundendaten beim alten Anbieter und neuen Anbieter korrekt und identisch sind. Auch kleinere Abweichungen (bei der Schreibweise) können dazu führen, dass die Portierung der Rufnummer abgelehnt wird. Es ist daher sinnvoll vor dem Wechsel beim alten Anbieter zu prüfen, ob alle Daten korrekt hinterlegt sind. Falls nicht sollte man die Daten trotz des Wechseln noch auf den aktuellen Stand bringen um Probleme bei der Mitnahme der Rufnummer von Anfang an zu vermeiden.

 

Prepaid-Karte trotz SCHUFA-Eintrag

Prepaid Karten werden oft als Alternative genannt, wenn aufgrund eines negativen Eintrages bei der Schufa keine Handyverträge mehr möglich sind. Das trifft in vielen Fällen auch so zu, ist aber nicht immer der Fall.

Viele Anbieter von Prepaidkarten führen trotzdem eine Schufa Prüfung oder Schufa Abfrage durch. Da es oft auch möglich ist, in den negativen Kontobereich zu rutschen sichern sich die Betreiber auf diese Art und Weise ab.

Prepaidkarten ohne Schufa Auskunft findet man in der Regel bei den Lebensmittel Discountern. Diese bieten echte Prepaidkarten an, bei denen einen Minus auf dem Guthaben Konto nicht möglich ist. Daher wäre in diesen Fällen ein Schufa Eintrag auch kein Problem, da ohnehin nur mit dem Guthaben gearbeitet werden kann, das vorher auf die Karte geladen wurde.

Falls es noch Fragen rund um Prepaidkarten gibt, freuen wir uns  darauf, sie in den Kommentaren beantworten zu können.

Über Redaktion

Unter dem Redaktions-Account schreibt in erster Linie Bastian Ebert. Die Beiträge anderer Autoren erfolgen in der Regel unter deren Namen oder Pseudonym, falls nicht sind der Autor bzw. die Autoren unter den jeweiligen Artikeln genannt.

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3 Kommentare

  1. Hi
    Ich habe bei Lidl eine Prepaidkarte gekauft. Alle Tarife außer der All-Net-Flat können wie üblich aufgeladen werden. Bei der All-Net-Flat wird man gezwungen ein Lastschriftverfahren einzugehen. Es ist also bei dem Tarif nicht möglich die Prepaidkarte einfach wie üblich aufzuladen.
    Ist das rechtens? Ist das dann überhaupt noch Prepaid?

    http://www.lidl.de/de/lidl-mobile/s1201

    • An der Stelle wird das Prepaid Verfahren tatsächlich aufgeweicht und damit auch die Kostenkontrolle durch die Prepaidkarte ein Stück weit unterlaufen. Es gibt bislang noch keine Urteile dazu, daher scheinen die Anbieter (nicht nur LIDL) zumindest aktuell mit dieser Vorgehensweise auf der sicheren Seite zu sein. Ob das ein Gericht genau so sieht müßte also noch geklärt werden.

      • Vielen Dank für die schnelle Antwort.
        Was vielleicht auch noch wichtig wäre. Fonic will auch bei ihrer Prepaidkarte auch eine Schufaauskunkt (inkl. anderer Unternehmen zb Inkasso)

        Kopie:
        Die Bestimmungen zum Widerrufsrecht und die AGB habe ich gelesen, ausgedruckt und erkläre mich mit ihnen einverstanden. Ich willige ein, dass die FONIC GmbH vor Abschluss und während der Laufzeit des Vertrags von infoscore und anderen Wirtschaftsauskunfteien Auskünfte zum Zweck der Bonitätsprüfung einholt sowie Daten aufgrund nicht vertragsgemäßer Abwicklung (zum Beispiel Forderungsbetrag nach Kündigung) meldet, soweit dies nach Abwägung aller betroffenen Interessen zulässig ist.

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