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O2 Prepaid – die neuen Tarife ab 2017 – Erfahrungen, Netz und das Kleingedruckte

O2 Prepaid – die neuen Tarife ab 2017 – Erfahrungen, Netz und das Kleingedruckte –  Vodafone und die Telekom haben ihren Prepaidkarten bereits neue Tarife und teilweise auch mehr Leistung verordnet. O2 zieht in diesem Bereich nun nach und bietet ab April 2017 neue Tarife an, die teilweise etwas verbessert wurden, aber leider auch einige negative Punkte enthalten. Erfreulich ist auf jeden Fall, das die neuen O2 Prepaid Karten (früher unter dem Namen O2 Loop zu finden) weiterhin auch LTE bieten, auch wenn die Geschwindigkeiten auf maximal 21,6Mbit/s beschränkt sind. O2 selbst schreibt zu den neuen Tarifen:

Zum 1. März startet O2 neue Prepaid-Tarife mit deutlich höherem Highspeed-Volumen. Damit wird mobiles Surfen im In- und EU-Ausland für O2 Prepaid-Kunden noch attraktiver. Statt bislang 750 MB gibt es beim O2 Prepaid Smart künftig 1 GB Highspeed-Datenvolumen für nur 9,99 Euro monatlich – LTE inklusive. Der O2 Prepaid All-in kostet mit 1,5 GB Highspeed-Datenvolumen lediglich 19,99 Euro monatlich. In beiden Tarifen sind die neuen EU-Roamingvorgaben bereits umgesetzt. Die Kunden surfen, streamen und chatten deshalb mit dem O2 Prepaid Smart oder O2 Prepaid All-in bereits ab März auch in den EU-Ländern völlig unbeschwert.

Die älteren O2 Loop Tarife kann man aber auch weiterhin nutzen, es werden also nicht alle O2 Prepaidkunden automatisch auf die neuen Tarife umgestellt.

O2 Prepaid Grundtarif

Der O2 Grundtarif bietet nach wie vor eine Prepaidkarte ohne Vertragsbindung und monatliche Kosten. Der Tarif sieht dabei im Detail wie folgt aus:

  • 9 Cent pro Gesprächsminute in alle Netze
  • 9 Cent pro SMS in alle Netze
  • 99 Cent pro Nutzungstag Internet (Drosselung ab 30MB pro Tag)

Diese Prepaidkarte kann durch verschiedene Tarifoptionen aufgerüstet werden. Zur Auswahl stehen dabei:

  • O2 Prepaid Smart S: 200 Freieinheiten und eine Internet Flat mit 1GB für 9.99 Euro monatlich
  • O2 Prepaid All-in: Allnet Flat für Gespräche und SMS sowie 1,5GB Internet Flat mit 19.99 Euro

Die Laufzeit der Optionen beträgt dabei jeweils 28 Tage. Danach verlängert sich die Flat bzw. Option automatisch um weitere 28 Tage, wenn genug Guthaben vorhanden ist. Die Kündigung der Optionen ist jeweils zum Ende der 28 Tage möglich. Eine längerfristige Laufzeit gibt es also nicht, wenn man sich für eine der Tarif Optionen von O2 Prepaid entscheidet.

Bei der Laufzeit sieht man aber auch einen Nachteil der neuen Tarife. Bisher hatten die Optionen der O2 prepaidkarte eine Laufzeit von 30 Tagen (einen Monat). Dies wurde nun reduziert und auf nur noch 28 Tage gekürzt. Das hört sich auf den ersten Blick nicht sehr problematisch an, weil die Laufzeit nur zwei Tage kürzer ist. In der Praxis bedeutet dies aber einen Erhöhung des Preises um mehr als 5 Prozent. Man muss im Jahr einmal mehr bezahlen, wenn man die Flatrates die ganze Zeit nutzen will. Diese Änderung ist also eine versteckte Preiserhöhung.

Die aktuelle Tariftabelle bei O2 Prepaid

Kein O2 Free im Prepaid Bereich

Einige Nutzer hatten gehofft, dass mit der Änderung das unendliche Surfen der O2 Free Postpaid Tarife im Prepaidbereich Einzug halten würde. Diese Hoffnungen haben sich leider nicht bewahrheitet. Nach wie vor gibt es in allen drei Tarifvarianten der O2 Prepaidkarte eine Drosselung – nur das Volumen wurde etwas nach oben gesetzt. Das ist auch schon ein Schritt in die richtige Richtung – eine Drosselung Light wie bei O2 Free (auch gedrosselt mit 1Mbit/s surfen) wäre aber natürlich noch besser gewesen.

Die neuen Datenautomatik bei O2 Prepaid

Mit den neuen O2 Tarifen hat O2 auch eine neue Funktion eingeführt, die es derzeit bei den Prepaid Karten noch nicht gab und die man bisher nur aus dem Postpaid Bereich kannt. Mit der Datenautomatik wird automatisch Datenvolumen nachgebucht, wenn man die monatliche Drosselgrenze überschritten wird (nur wenn Datenvolumen enthalten ist). Dadurch können Mehrkosten entstehen.

Das Unternehmen schreibt dazu:

Nach Verbrauch des im Tarif enthaltenen Datenvolumens wird dieses automatisch bis zu 3 x pro Abrechnungszeitraum erweitert. Die Erweiterung beträgt im Tarif Smart 1 GB 3 x 100 MB für jeweils 2 € und im Tarif All-in 1,5 GB 3 x 250 MB für jeweils 3 €. Danach wird die Surf-Geschwindigkeit bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums auf bis zu 32 KBit/s gedrosselt. Über jede Datenvolumen-Erweiterung wird per SMS informiert.

Die Datenautomatik ist daher bei den Kunden eher unbeliebt. O2 hatte sie gerade aus den O2 Free Tarifen entfernt, nun scheint man sie wieder im O2 Prepaid Bereich zu promoten.

Alttarife: O2 Loop Smart XL und Allin

Neben der bereits bekannten Loop Tarifpyramide gibt es auch zwei neue Tarife. Der Smart XL bietet für 19.99 ebenfalls 200 Freieinheiten in alle Netze, die Internet-Flatrate umfasst aber 1GB Volumen das zudem mit einem Speed von 21,6Mbit/s versurft werden kann.

Der Allin-Tarif bietet einen komplette Handy-Flatrate für Gespräche in alle deutschen Netze. SMS sind in diesem Tarif ebenfalls kostenfrei und eine Internet-Flatrate ist auch vorhanden. Allerdings verlangt O2 für diese Tarifvariante auch 29.99 Euro im Monat.

Mehr Leistung aber auch genug Leistung?

Die neuen Tarife sind teilweise billiger geworden und bieten mehr Leistung im Vergleich zu bisher. Allerdings gibt es im Bereich der O2 Discounter harte Konkurrenz. So bieten gerade die Drillisch Unternehmen ebenfalls sehr preiswerte Tarife im O2 Netz und auch mit dem Upgrade der Prepaidkarten schafft es O2 nicht, hier mitzuhalten. So bietet beispielsweise DeutschlandSIM oder auch Simply die 50 Freieinheiten mit 200MB Flatrate bereits ab 4.95 Euro monatlich an. O2 ist hier teurer und hat zudem auch noch die kleinere Datenflat. Kunden dürften daher eher zu den Discountern greifen als zu der originalen O2 Prepaidkarte. Darüber hinaus hat O2 angekündigt, die Prepaidbundles nicht mehr über Online-Partner bewerben zu wollen. Damit dürfte auch der Weg über den hardware-gestützten Verkauf weg fallen.  Es dürfte also spannend werden zu sehen, wie die neuen O2 Prepaidkarten laufen werden. O2 hatte dazu angekündigt, im DSL Bereich die Tarife zukünftig drosseln zu wollen. Die Prepaidkarten sind davon nicht betroffen, sie sind ohnehin gedrosselt.

 

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